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Ratgeber · Rechner

Wie hoch darf dein Geschäftsführergehalt sein?

Für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH ist die Frage heikel: Zahlt die Firma zu viel, wertet das Finanzamt den überhöhten Teil als verdeckte Gewinnausschüttung. Der Rechner gibt dir einen Orientierungswert nach Umsatz, Branche, Mitarbeiterzahl und Zahl der Geschäftsführer.

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Was ein angemessenes Geschäftsführergehalt bestimmt

Maßstab ist der Fremdvergleich: Was würde ein angestellter Geschäftsführer bekommen, der nicht am Unternehmen beteiligt ist? Die Finanzverwaltung und die Gerichte orientieren sich dabei an Gehaltsstrukturuntersuchungen, die nach mehreren Merkmalen auswerten. Am stärksten wirken der Umsatz und die Größe des Unternehmens, dazu kommen Branche, Zahl der Geschäftsführer, Ausbildung und Verantwortungsbereich sowie die Ertragslage. Ein Ein-Personen-Handwerksbetrieb mit 400.000 Euro Umsatz landet in einer anderen Größenordnung als eine Industrie-GmbH mit 20 Millionen.

Fixum, Tantieme und die 75/25-Regel

Die Gesamtbezüge teilen sich in ein festes Monatsgehalt und eine erfolgsabhängige Tantieme. Üblich und steuerlich unkritisch ist ein Verhältnis von etwa 75 zu 25: mindestens drei Viertel fest, höchstens ein Viertel variabel. Die Tantieme sollte an den Jahresüberschuss gekoppelt sein, nicht an den Umsatz, und einen betragsmäßigen Deckel haben. Eine reine Umsatztantieme oder eine Tantieme über 25 Prozent zieht bei einer Betriebsprüfung schnell Fragen nach sich.

Die 50-Prozent-Regel

Als grobe Obergrenze gilt: Die Bezüge aller Gesellschafter-Geschäftsführer zusammen sollten die Hälfte des Jahresüberschusses vor Abzug dieser Gehälter nicht übersteigen. Dahinter steht der Gedanke, dass dem Unternehmen ein angemessener Gewinn bleiben muss und die GmbH nicht allein dazu da ist, den Gesellschafter zu entlohnen. Der Rechner prüft diese Grenze, wenn du deinen Jahresüberschuss einträgst.

Verdeckte Gewinnausschüttung vermeiden

Ist ein Teil des Gehalts unangemessen hoch, behandelt das Finanzamt diesen Teil als verdeckte Gewinnausschüttung: Er mindert den Gewinn der GmbH nicht, und beim Gesellschafter fällt Kapitalertragsteuer an, im Ergebnis eine Doppelbelastung. Schutz bieten ein klarer, im Voraus geschlossener Anstellungsvertrag, eine nachvollziehbare Ableitung aus Vergütungsstudien und eine regelmäßige Überprüfung, wenn Umsatz oder Ertragslage sich deutlich ändern.

Wie hoch darf mein Geschäftsführergehalt sein?

Angemessen ist das Gehalt, das ein fremder Geschäftsführer für dieselbe Aufgabe bekäme. Wichtigste Faktoren: Umsatz und Größe, Branche, Zahl der Geschäftsführer, Ertragslage. Faustregeln: mindestens 75 Prozent festes Gehalt, höchstens 25 Prozent Tantieme, und alle Geschäftsführer-Bezüge zusammen unter der Hälfte des Jahresüberschusses vor Geschäftsführer-Gehalt.

Was ist eine verdeckte Gewinnausschüttung beim Geschäftsführergehalt?

Zahlt die GmbH einem Gesellschafter-Geschäftsführer mehr, als einem fremden Geschäftsführer gezahlt würde, behandelt das Finanzamt den überhöhten Teil als Gewinnausschüttung statt als Betriebsausgabe. Der Betrag mindert den Gewinn der GmbH nicht, und beim Gesellschafter fällt darauf Kapitalertragsteuer an.

Wie teile ich Fixgehalt und Tantieme auf?

Üblich ist 75 zu 25: mindestens drei Viertel festes Monatsgehalt, höchstens ein Viertel erfolgsabhängige Tantieme. Die Tantieme an den Jahresüberschuss koppeln, nicht an den Umsatz, und einen Deckel vereinbaren.

Ist der Rechner ein Nachweis für das Finanzamt?

Nein. Der Rechner gibt eine erste Orientierung aus veröffentlichten Vergütungsstudien. Im Streitfall zieht das Finanzamt konkrete Gehaltsstrukturuntersuchungen heran und prüft den Einzelfall. Für den Anstellungsvertrag solltest du deinen Steuerberater einbeziehen.

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