Stundensatz berechnen
Der Stundensatz muss Unternehmerlohn, Betriebskosten und Vorsorge decken, verteilt auf die Stunden, die du tatsächlich abrechnen kannst. Trag deine Zahlen ein, dann siehst du den Mindestsatz und einen Angebotssatz mit Marge.
Die Rechnung
Mindestsatz = zu deckende Jahreskosten ÷ fakturierbare Stunden. Zu deckende Jahreskosten sind Wunscheinkommen plus Betriebskosten plus Rücklagen für Vorsorge. Fakturierbare Stunden sind die Arbeitstage abzüglich Urlaub, Feiertage und Krankheit, mal Stunden pro Tag, mal dem Anteil, den du wirklich beim Kunden abrechnest. Auf den Mindestsatz kommt eine Zielmarge, das ist der Angebotssatz.
Der häufigste Fehler: zu hohe Auslastung
Wer mit 100 Prozent fakturierbarer Zeit rechnet, kommt auf einen Satz, der die eigenen Kosten nicht deckt. Akquise, Angebote schreiben, Buchhaltung, Weiterbildung und Leerlauf zwischen Projekten sind unbezahlt. Je nach Geschäft bleiben 55 bis 75 Prozent der Arbeitszeit fürs Abrechnen übrig. Der Rechner setzt das als eigenes Feld an.
Ist der Stundensatz brutto oder netto?
Netto, ohne Umsatzsteuer. Die kommt im Angebot dazu. Auch die Einkommensteuer ist nicht enthalten, deshalb wird das Wunscheinkommen vor Steuern angesetzt.
Was ist mit unbezahltem Urlaub und Krankheit?
Beides ist eingerechnet: Urlaubs- und Ausfalltage reduzieren die Arbeitstage und damit die fakturierbaren Stunden, wodurch der Satz steigt. Als Selbstständiger finanzierst du diese Zeit über den Stundensatz mit.
Ein Kalkulationsschema für eure Angebote, eine Preislogik, die auch in der Verhandlung trägt, und klare Rabattgrenzen.
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