Skonto berechnen
Skonto ist der Nachlass für schnelle Zahlung, aber wie teuer es ist, darauf zu verzichten, unterschätzen die meisten. Trag Rechnungsbetrag, Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel ein, dann siehst du Skontobetrag und den effektiven Jahreszins beim Verzicht.
Die Formel
Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz. Der Zahlbetrag bei Skonto ist der Rechnungsbetrag abzüglich dieses Betrags. Für den effektiven Jahreszins beim Verzicht gilt die in der Finanzierungslehre übliche Näherungsformel: Skontosatz / (100 − Skontosatz) × 360 / (Zahlungsziel − Skontofrist).
Warum der Verzicht auf Skonto so teuer ist
Bei der klassischen Zahlungsbedingung „2 % Skonto, 10 Tage, netto 30 Tage" zahlst du für 20 Tage frühere Zahlung 2 Prozent Aufschlag. Hochgerechnet auf ein Jahr (360 Tage geteilt durch 20 Tage, also 18-mal) ergibt das einen effektiven Jahreszins von rund 36,7 Prozent. Kaum ein Kontokorrentkredit ist annähernd so teuer. Wer also Rechnungen erst zum Zahlungsziel begleicht, obwohl Skonto möglich wäre, zahlt in der Sache einen sehr hohen Zins, ohne dass es auf der Rechnung so aussieht.
Wann sich der Verzicht trotzdem rechnet
Nur wenn die eigene Liquidität so knapp ist, dass die Alternative ein noch teurerer Dispokredit oder ein Zahlungsausfall wäre, kann es rational sein, auf Skonto zu verzichten. In den meisten Fällen ist es aber günstiger, das Skonto zu ziehen und den Kassenbestand über die eigene Liquiditätsplanung im Blick zu behalten, statt Rechnungen einfach bis zum letzten Tag liegen zu lassen.
Wie berechnet man Skonto?
Rechnungsbetrag mal Skontosatz ergibt den Skontobetrag. Rechnungsbetrag minus Skontobetrag ergibt den Zahlbetrag.
Was bedeutet „2 % Skonto bei 10 Tagen, netto 30 Tage"?
Zahlung innerhalb von 10 Tagen bringt 2 Prozent Nachlass, spätestens nach 30 Tagen ist der volle Betrag ohne Abzug fällig.
Lohnt sich Skonto zu ziehen?
In den allermeisten Fällen ja: Der effektive Jahreszins beim Verzicht liegt oft deutlich über den Kosten eines kurzfristigen Kredits.
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