Stundenverrechnungssatz berechnen
Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis pro Arbeitsstunde, den ein Handwerksbetrieb ansetzen muss, um Lohn, Lohnzusatzkosten, Gemeinkosten und einen Gewinn zu decken. Trag die Zahlen deines Betriebs ein, dann siehst du jeden Baustein einzeln.
Die vier Schritte der Zuschlagskalkulation
1. Kalkulationslohn: Bruttostundenlohn mal (1 plus Lohnzusatzkostensatz). 2. Gemeinkostenzuschlag: die Betriebs-Gemeinkosten eines Jahres geteilt durch die verrechenbaren Stunden aller gewerblichen Mitarbeiter. 3. Selbstkosten: Kalkulationslohn plus Gemeinkostenzuschlag. 4. Verrechnungssatz: Selbstkosten plus Zuschlag für Wagnis und Gewinn. Material und Nachunternehmerleistungen kalkulierst du separat mit eigenem Zuschlag.
Der Hebel liegt bei den verrechenbaren Stunden
Von den rund 1.700 bezahlten Arbeitsstunden pro Mitarbeiter und Jahr sind nach Abzug von Urlaub, Krankheit, Rüst-, Fahr- und Leerzeiten oft nur 1.400 bis 1.600 dem Kunden berechenbar. Jede Stunde, die du hier zu optimistisch ansetzt, senkt den Verrechnungssatz rechnerisch, ohne dass die Kosten sinken. Am Jahresende fehlt dann die Deckung.
Was sind Lohnzusatzkosten?
Sozialabgaben, Lohnfortzahlung, bezahlter Urlaub und Feiertage, Sonderzahlungen, im Bau zusätzlich die Sozialkassenbeiträge. Als Zuschlag auf den Bruttolohn 70 bis 90 Prozent.
Warum ist der Satz so viel höher als der Stundenlohn?
Weil auf jede verkaufte Stunde zusätzlich Lohnzusatzkosten, ein Gemeinkostenanteil und der Gewinnzuschlag entfallen. Faktor drei bis vier ist normal.
Ein Kalkulationsschema für Lohn, Material und Gemeinkosten, mit dem jedes Angebot seine Marge trägt, nicht nur die einfachen.
Mehr zur Preiskalkulation