Stundensatz im Handwerk berechnen
Im Handwerk wird der Stundensatz nicht geschätzt, sondern aus Lohn, Lohnzusatzkosten und Gemeinkosten aufgebaut. Trag die Zahlen deines Betriebs ein, dann siehst du den Stundenverrechnungssatz netto und brutto, mit jedem Baustein einzeln.
So liest du die Bausteine
Der Kalkulationslohn ist, was eine Arbeitsstunde deiner Gesellen wirklich kostet: der ausgezahlte Lohn plus Sozialabgaben, Lohnfortzahlung, Urlaub, Feiertage und Sonderzahlungen. Der Gemeinkostenzuschlag verteilt Miete, Fahrzeuge, Werkzeug, Verwaltung und Geschäftsführung auf jede verkaufte Stunde. Zusammen sind das die Selbstkosten. Darauf kommt der Zuschlag für Wagnis und Gewinn, das Ergebnis ist der Preis, den du dem Kunden pro Stunde berechnest.
Der teuerste Fehler: zu viele verrechenbare Stunden
Wer 1.700 bezahlte Stunden im Jahr als verkaufbar ansetzt, rechnet sich arm. Fahrt zur Baustelle, Rüsten, Materialbeschaffung, Aufräumen, Regen, Leerlauf zwischen Aufträgen: realistisch bleiben 1.400 bis 1.600 Stunden, die du dem Kunden in Rechnung stellst. Auf diese Stunden muss der ganze Betrieb finanziert werden.
Mit oder ohne Mehrwertsteuer?
Der kalkulierte Satz ist netto. Bei Privatkunden kommen 19 Prozent Umsatzsteuer auf die Rechnung, der Rechner zeigt beide Beträge.
Was ist ein üblicher Stundensatz im Handwerk?
Je nach Gewerbe und Region meist 60 bis 90 Euro netto. Entscheidend ist nicht der Vergleichswert, sondern ob dein Satz deine Kosten deckt.
Ein Kalkulationsschema für Lohn, Material und Gemeinkosten, damit auch die umkämpften Aufträge noch Marge bringen.
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